Was in Dresden wirklich geschah


Diese Zeilen sind meinem verstorbenen Großvater gewidmet. Er wurde im Jahre 1934 in der Stadt Pölitz geboren, heute polnisches Gebiet und nur wenige Kilometer von Stettin entfernt.
Er erzählte oft von seinen Erfahrungen als Kind im 2. Weltkrieg. Er war ein guter Erzähler und so saßen wir beide oft viele gemeinsame Abende und ich hörte ihm zu.
Er erzählte von dem blutrot brennenden Himmel in den Nächten über Stettin, wenn die anglo-amerikanischen Bomber die Hydrierwerke angriffen; von dem Grollen und Heulen des Todes wenn er aus den Bäuchen der englischen Bomber kroch und als Feuersturm durch die Straßen der Stadt, alles Lebendige verschlingend, mit seiner Feuerzunge leckte.
Er erzählte davon, wie die alliierten Bomber, wenn sie ihre Todeslast nicht durch das Flakabwehrfeuer tragen konnten, diese dann einfach wahllos auf besiedelte Gebiete warfen, so auch auf Pölitz.
Von englischen und russischen Jägern berichtete er, daß sie auf alles schossen was sich bewegte. Ob Mensch ob Tier alles wurde niedergemäht.
Er erzählte von dem Luftangriff auf einen Bahnhof, wohin es zum Kriegsende ihn und seine Familie – während der Flucht – verschlagen hatte; wo er mit seiner Mutter unter einem Eisenbahnwaggon vor den Bombern und Jägern Schutz suchte, vom Kreischen des berstenden Eisens und davon, wie es eine Dampflock durch die Wucht der Detonation aus den Schienen schleuderte und senkrecht in die Erde rammte.
Er erinnerte sich immer noch an das Schreien der Frauen und Kinder des Flüchtlingszuges, weil die Jäger fortwährend wieder kamen und schossen und schossen…. Sie zersägten mit ihren Geschossen die Waggons und die Leiber der Menschen. Manchmal konnte er die Köpfe der Piloten erkennen.
Um ihm und der vielen hunderttausenden Opfer des alliierten Bombenterrors und der Vertreibung zu gedenken, um gegen die alten und neuen imperialistischen Kriegstreiber schweigend zu demonstrieren, zogen meine Kameraden und ich am 13. Februar nach Dresden! Der vorerst abgelehnte Trauermarsch wurde letztendlich doch noch von den Behörden genehmigt. Unser Recht, einen Trauermarsch durchzuführen, wurde uns Anfangs von der sächsischen Politdynastie verwehrt und musste vor Gericht erneut erstritten werden.
Was ich dort erlebte, hören sie in keinem Radiosender. Das sehen sie auf keinem Fernsehkanal und Sie lesen es in keiner systemtreuen Zeitung.

Am frühen Vormittag machten sich die Kameradinnen und Kameraden aus Mecklenburg-Vorpommern, Barnim und aus der Uckermark gemeinsam mit auf den Weg nach Dresden. Kurz vor Dresden kursierten bereits Gerüchte über gewaltsame Aktionen von selbsternannten „Antifaschisten“ der linken autonomen Szene, die eher den Namen Linksfaschisten verdienen. Da unser Trauermarsch aber behördlich genehmigt war, was man von gewalttätigen terroristischen Aktionen sicher nicht annehmen darf, überbewerteten wir diese Gerüchte nicht. Wir sollten leider eines besseren belehrt werden. Schon kurz nach der Autobahnabfahrt Dresden-Neustadt wurden unsere Busse von der Polizei angehalten und wir wurden zum Aussteigen aufgefordert.
Es war so gegen 13:00 Uhr. Den Ausgangspunkt des Trauermarsches bildete der Bahnhof Dresden-Neustadt. Die behördliche Genehmigung war bis 17:00 Uhr befristet und es war per Fuß noch eine ganze Strecke des Weges zurückzulegen. Unter Beachtung und Einhaltung der strengen Auflagen, formierten wir uns zum Fußmarsch in Fünferreihen.
Der Zug war so gewaltig, dass wir die Spitze nicht erkennen konnten. Wir selbst waren immerhin schon mit neun Bussen angereist. Zu den Auflagen die uns erteilt wurden sei gesagt, dass sie so streng formuliert waren, dass jedes gewöhnliche Fußballspiel wohl unter diesen Auflagen abgesagt worden wäre. Dazu gehörte zum Beispiel: Rauch-u. Alkohol-verbot, Handy aus, nur leichtes Schuhwerk, Fahnenstöcke bis max. 1,50 Meter, vorgeschriebene zivile Kleiderordnung, Parolen rufen verboten usw. – usw.
Der Zug der Teilnehmer wurde nicht direkt zum Neustädter Bahnhof geleitet, sondern wurde in einer uns unbekannten Richtung in Bewegung gesetzt. Wir wurden „umgeleitet“, wie wir später noch feststellen sollten. Die Zeit verrann. Es sei mir gestattet zu bemerken, dass zu diesem Zeitpunkt sehr wenig Polizei bzw. überhaupt keine Polizei in unserer Nähe war. Nur Polizeihubschrauber kreisten ständig über uns. Für uns jedoch kein Problem, da wir ausschließlich friedliche Absichten hegten. In unseren Reihen befanden sich auch Frauen und Kinder sowie ältere Damen und Herren. Letztere haben den Bombenterror der Alliierten am eigenen Leibe erfahren müssen.
Unserer Route zum Neustädter Bahnhof führte entlang einer langen Mauer und vorbei an Schrebergärten. Das Gelände war gut einsehbar.
Der Zug der Teilnehmer des Trauermarsches wurde nun direkt nach Dresden-Neustadt gelenkt. Die Polizeipräsenz nahm zu, war aber nicht übermäßig stark sondern nur punktuell. Von Gegendemonstranten keine Spur. Wir befanden uns nun inmitten der Häuserschluchten. Wie sich später herausstellte, wurden wir durch eine linke Hochburg geleitet -Zufall -? Dort sollten wir uns auf einige böse Überraschungen gefasst machen.
Ich befand mich in der Mitte des Trauerzuges. In etwa 30 Metern Entfernung vor mir mündete links eine Seitenstraße ein. Gegenüber dieser Einmündung befand sich eine Baustelle. Ein Hausblock war wohl aus der Häuserzeile herausgerissen worden. Plötzlich erfüllten Schmerzensschreie die Luft. In mitten unsere Reihen flogen Pflastersteine, Dachlatten mit Nägeln, Flaschen und andere Wurfgeschosse. Trafen Köpfe, Beine, Arme und Oberkörper. Frauen schrien ängstlich. Schwarze, bis zur Unkenntlichkeit vermummte Linksfaschisten drangen mit äußerster Brutalität aus dieser Seitenstraße vor und schleuderten ihre Wurfgeschosse mit voller Wucht in unsere Reihen. Unsere Kameraden bildeten schnell ein menschliches Schutzschild, stellten sich schützend vor den Teilnehmerzug und wehrten im gleichen Moment die feigen hinterhältigen Angreifer ab. Diese, Überrascht durch unsere Gegenwehr ergriffen die Chaoten sofort die Flucht. Dieser feige hinterhältige Angriff der linken Schlägertruppe forderte einige Leichtverletzte unter uns. Darunter waren auch Frauen. Einige Kameraden wollten die Verfolgung aufnehmen aber sie wurden zurückgehalten. Wir wollten doch um die Opfer des Bombenholocaust trauern und unsere Hände nicht an militanten Fanatikern beschmutzen. Von der Polizei war zu diesem Zeitpunkt weit und breit nichts zu sehen. Nur die Hubschrauber kreisten weiter über uns. Mahnende Rufe ertönten: „Lasst euch nicht provozieren, bleibt zusammen!“.
Die Verletzten wurden notdürftig versorgt. Der Zug der Teilnehmer war nun auseinander-gerissen. Zwischen uns klaffte eine Lücke von etwa 30 Metern. Unser Teil des Zuges befand sich jetzt unmittelbar vor der Einmündung dieser Seitenstraße.
Wieder hagelten diverse Wurfgeschosse auf uns nieder. Die schwarzen vermummten, marodierenden Linksextremisten griffen uns nun aus Richtung Baustelle an. Wir wichen kurz zurück, bildeten eine Front und machten uns gemeinsam zur Verteidigung von Leib und Leben bereit. Während dieser Zeit hagelten die Wurfgeschosse weiter auf uns und die Autos der Dresdner Anlieger nieder, die links und rechts von uns standen. Leider wurden etliche Autos durch diese sinnlose Gewalt stark beschädigt.
Dann endlich kam die Polizei und die vermummten Linksfaschisten ergriffen die Flucht. Durch diese brutalen Überfälle war der Zug weit auseinandergezogen. Eigenartiger Weise standen an der nächsten Straßenbiegung viele Fotografen mit großen Objektiven um uns einzeln abzulichten. Das ist in einer geschlossenen Formation natürlich kaum möglich. Solche Bilder werden zumeist von der selbsternannten Antifa in das Internet gestellt, mit Name und Adresse versteht sich, und der Betreffende wird dann zur Menschenjagd freigegeben.
All dies geschieht im Namen der Demokratie und scheint in der BRD vollkommen legitim zu sein.
War denn der Überfall auf uns nur Mittel zum Zweck und vielleicht sogar mit Duldung der Verwaltungsbehörden? Warum sonst war dieser Teil der Straße, der zu solchen Aktionen regelrecht einlädt, durch die Polizei nicht gesichert und warum kam sie so spät?
Endlich auf dem Vorplatz des Neustädter Bahnhofs angekommen, wurden wir zwischen Metallzäunen eingepfercht wie Vieh. Die Zeit war schon weit vorrangeschritten. Nach Ende der Ansprachen der Redner und Zeitzeugen zum alliierten Bombenholocaust auf deutsche Städte war es nun schon 15:30 Uhr. Zwischen der Polizeiführung und der Organisationsleitung wurde eine neue verkürzte Strecke für die Durchführung unseres Trauermarsches vereinbart. Wir standen und warteten brav. Es wurde 16:00Uhr, nichts geschah. Es wurde 16:30 Uhr, nichts geschah. Da um 17:00Uhr unsere behördliche Genehmigung ablief, wurden die Versammlungsteilnehmer unruhig. Mit skandalösen rechtsextremen Parolen wie: „Wir sind das Volk!“- „ Es lebe der nationale Widerstand!“ oder „Macht die Straße frei!“, brachten tausende Versammlungsteilnehmer ihren Unmut über die Schikanen und der Beugung von Recht und Gesetz zum Ausdruck. Vereinzelt wurden auch Schneebälle gegen Polizisten geworfen, die uns abriegelten. Das war aber auch alles was wir an grausamer Brutalität zu bieten hatten. Unterdessen wütete die linke militante Szene in den Seitenstraßen. Dort brannten selbsterrichtete“ Barrikaden“ lichterloh.
Wir wurden von unserer Organisationsleitung immer wieder dazu aufgerufen, uns nicht provozieren zulassen und Ruhe zu bewahren. Mittlerweile wurde es 17:00 Uhr.
Die behördlich genehmigte Zeit war – wie vermutlich „von Oben“ gewollt – verstrichen.
Mit großem Unmut, aber friedlich und diszipliniert, verließen wir den Versammlungsplatz, ohne einen Trauermarsch durchgeführt zu haben. Also traten wir den Heimweg an. Unterwegs sahen wir die Verwüstungen, die die linken „Gegendemonstranten“ der Stadt zugefügt hatten. In Prenzlau angekommen wurden wir vom Staatsschutz und der Polizei empfangen. Welche Angst muss dieser Staat vor der geschichtlichen Wahrheit haben.
Entgegen vorliegendem Gerichtsurteil wurde uns die Möglichkeit verwehrt um unsere Toten zu trauern, unseren Protest gegen den Krieg öffentlich zu zeigen, als auch den Willen für ein friedliches Miteinander der Völker zum Ausdruck zu bringen. Die Demokratie wurde an diesem Tage wieder einmal für die Interessen der Besatzungsmächte entdemokratisiert!
Mit den Autonomen linken Schlägerbanden hat sich der BRD-Staat ein Instrument geschaffen, um seine politischen Gegner zu denunzieren und gewaltsam zu vernichten um so die Bürger zu verängstigen. Die materiellen Schäden, die die linken Politverbrecher den Dresdnern am Sonnabend zugefügt haben, werden in den Medien verschwiegen oder schöngeredet. Es besteht die sich erhärtende Gefahr, dass die vom BRD-Staat instrumentalisierten linken Terroristen mit ihrer fortschreitenden Aggressivität eines Tages außer Kontrolle geraten werden. Dann aber auch zum Schaden dieses Staates. –

Der 13. Februar in Dresden ist und bleibt weiterhin für uns der Tag des Gedenkens an die unzähligen, von den „Offiziellen“ heruntergespielten Zahlen ziviler deutscher Opfer des alliierten Bombenholocaust.

Mein Dank gilt allen Kameraden und Sympathisanten der Busbesatzung Uckermark für ihre Besonnenheit und Disziplin und nicht zu vergessen, ein besonderes Dankeschön auch an unseren Busfahrer.

Alles für Deutschland – bis zum 13.02.2011 !

npd-prenzlau.de




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