Erhalten Kommunisten in der Uckermark eine öffentliche Plattform ?


Es ist keine richtige Zeitung aber es lohnt sich doch ab und zu, diese aufzuschlagen. Gemeint ist der Anzeigenkurier aus der Uckermark, die Zeitung des  kleinen Mannes, weil kostenlos.

 

In der Ausgabe vom 11.01.12 auf Seite 3 steht unter einem großen Bild, das Karl Marx  gemeinsam mit Friedrich Engels zeigen soll, geschrieben : „ Manfred Schulz und Reinhard Simon lesen aus Briefen von Karl-Marx und Friedrich Engels, Marx und Engels unzensiert “. Es wird durch den Verfasser des Artikels auch nicht versäumt, gleich darauf hinzuweisen, dass das berühmteste Werk der beiden, das kommunistische „ Manifest “, seit einigen Jahren Hochkonjunktur haben soll. Die Lesung soll in den Uckermärkischen  Bühnen der Stadt Schwedt stattfinden.

 

Inhaltlich soll es sich bei den Briefen, welche vorgetragen werden sollen, überwiegend um rein private Dinge wie zum Beispiel Klatsch und Tratsch handeln. Da aber im Anzeigenkurier nicht vergessen wird auch noch darauf hinzuweisen, dass es sich , so wörtlich, um „ zwei der größten Philosophen “ handelt, kann man sich des Verdachts nicht erwehren, dass hier weniger ein harmloser und freundschaftlicher Briefverkehr vorgetragen werden soll, als doch vielmehr die marxistische Lehre wieder öffentlich salonfähig gemacht werden soll. Das Publizieren kommunistischen Gedankenguts soll obendrein in den Räumen eines öffentlichen Theaters geschehen!
Wenn man bedenkt, dass beide nicht nur Freunde waren sondern auf ihrem Gebiet der marxistischen Philosophie eng miteinander zusammengearbeitet und diese kreiert haben, ist ein politisch neutraler Vortrag undenkbar. Allein schon der Hintergrund, dass Marx und Engels unter anderem die Verfasser des kommunistischen Manifestes sind, eines Manifestes, das mit die ideologischen Säulen totalitärer kommunistischer Staaten – darunter auch der damaligen DDR – fundamentierte, politisiert den gesamten Vortragsabend. Sicherlich zur Freude aller Altkommunisten und jener , die heute in deren Kiel -und Zielwasser schwimmen. Ein Hohn für alle Opfer der marxistisch-kommunistischen Diktatur, ein Hohn für die Menschen, die unter der DDR-Diktatur auch nur einen Teil ihres Lebens verbringen mussten und eine Verhöhnung und bittere Enttäuschung für die Menschen, die 1989 für eine bessere, menschwürdige Zukunft gegen diese Diktatur auf die Straße gingen. All diesen Menschen sollte der Schauer des Grauens über den Rücken laufen, denn es ist wieder da, das verruchte Gespenst des Kommunismus.

 

Warum ist das Manifest für die Kommunisten so bedeutsam?,  weil es die totalitäre Staatsdoktrin definiert.

 

Viele reden über das Manifest, wer aber hat es denn nun wirklich gelesen? Hier einige Auszüge aus dem Manifest der kommunistischen Partei :

 

„ Das Proletariat wird seine politische Herrschaft dazu benutzen, der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen, alle Produktionsinstrumente in den Händen des Staates, d.h. des als herrschende Klasse organisierten Proletariats, zu zentralisieren und die Masse der Produktivkräfte möglichst rasch zu vermehren.

 

Es kann dies natürlich zunächst nur geschehn vermittels despotischer Eingriffe in das Eigentumsrecht und in die bürgerlichen Produktionsverhältnisse, durch Maßregeln also…..“ (1)

 

„ Für die fortgeschrittensten Länder werden jedoch die folgenden ziehmlich allgemein in Anwendung kommen können:

 

1. Expropriation des Grundeigentums und Verwendung der Grundrente zu Staatsausgaben.

 

2.Starke Progressivsteuer.

 

3.Abschaffung des Erbrechts.

 

4.Konfiskation des Eigentums aller Emigranten und Rebellen

 

5.Zentralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol.

 

6.Zentralisation des Transportwesens in den Händen des Staates

 

7.Vermehrung der Nationalfabriken, Produktionsinstrumente, Urbarmachung und Verbesserung der Ländereien nach einem gemeinschaftlichen Plan

 

8.Gleicher Arbeitszwang für alle, Errichtung industrieller Armeen, besonders für den Ackerbau

 

Und folgende…..“( 2)

 

„An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist “ (3)

 

Da stellt sich natürlich die Frage, wie frei man sich entwickeln kann, wenn man in einer industriellen Armee eingebunden ist?

Das Eigentum, als eines der Triebkräfte der gesellschaftlichen Entwicklung schon seit Jahrtausenden, soll generell mit der Enteignung abgeschafft werden.

Wohin die Vergesellschaftung der Produktionsmittel führt, kann man am Niedergang des sozialistischen Weltsystems genau verfolgen. Abgesehen von der ideologischen Gleichschaltung der Massen und der Unfähigkeit, diese materiell als auch kulturell zu befriedigen, hinterließen die Diktaturen der Ostblockstaaten, darunter auch die der DDR, eine blutige Spur ihres totalitären und unfreien Systems. In diesen Diktaturen war und ist eine freie Entwicklung des Geistes, des individuellen Bewusstseins und damit des gesellschaftlichen Seins von vorn herein zum Scheitern verurteilt. Viele Millionen Menschen fielen den philosophischen Ideen von Marx, Engels und Lenin bisher zum Opfer.
In blutigen Versuchen hat die Geschichte diese untauglichen Ideen vom Tisch gefegt. Bedeutsam dabei ist, dass diese Systeme von innen heraus kollabierten, also die Völker des ehemaligen „ sozialistischen Blocks“ dem Treiben ihrer Peiniger selbst ein Ende setzten. Im Gegensatz dazu steht der nationale Sozialismus, der vorrangig von außen bekämpft wurde und immer noch bekämpft wird, zumindest im heutigen Deutschland . Das kommunistische Versuchslabor wurde durch die Geschichte eingeäschert und der Kapitalismus in seiner jetzigen Form ist ebenfalls dem Untergang geweiht. Der heutige Kapitalismus ist an seinen Grenzen angelangt. Die versuchte globalisierte Gleichschaltung der Völker und  deren Individuen durch das Kapital ist mit der Entstehung neuer Machtzentren und dem Streben nach nationaler Unabhängigkeit außerhalb Amerikas und Europas gescheitert. Aus diesem Wissen heraus lässt sich das Erstarken der nationalen Bewegungen in den Ländern des europäischen Kontinents erklären. Eine besondere Rolle kommt dabei Deutschland zu. Insbesondere die Pogromstimmung,  die von Vertretern des deutschen Turbokapitalismus im Bunde mit Altkommunisten gegen die deutsche nationale Bewegung geführt wird, läßt sich gegenwärtig damit eindeutig erklären. Die Verzweiflung der ehemaligen Erzrivalen, der Vertreter des Turbokapitals und der Kommunisten muss groß sein, da sie nun im Gleichklang heulen.
Sicher aber ist auch, wer sich gegen gesellschaftlich positive Umwälzungen stellt, wird von ihnen hinweggefegt. Das hat uns die Geschichte gelehrt.

 

Der nationale und demokratische Sozialismus in Deutschland, eingebettet in ein zukünftiges Europa der Völker, ist und bleibt die einzige gesellschaftliche Alternative!
Dagegen wird auch der zum Scheitern verurteilte Versuch einer erneuten Wiederbelebung der ideologischen Leichname in den Uckermärkischen Bühnen von Schwedt unter der Regie eines Herrn Simon nichts ausrichten können. –

 

Quellen :

 

1      Karl-Marx u. Friedrich Engels, Manifest der kommunistischen Partei, Dietz    Verlag Berlin 1982, Seite 48 – 49

2       Karl-Marx u. Friedrich Engels, Manifest der kommunistischen Partei, Dietz Verlag Berlin 1982, Seite 50 – 51

3       Karl-Marx u. Friedrich Engels, Manifest der kommunistischen Partei, Dietz Verlag Berlin 1982, Seite 51

 

Fremdwörter:

 

Expropriation – Enteignung

 

 

Schreiberling :

 

Dipl.-Ing. Hartmut Kneider

Kreisvorsitzender NPD Barnim-Uckermark




  • NPD Kreisverband Barnim-Uckermark
    Postfach 1102
    16311 Bernau
  • Telefon: 0157 / 79 20 57 87