Die Qual der Wahl


Am 28.02.2010 haben die Bürgerinnen und Bürger der Uckermark die Möglichkeit ihre Landrätin bzw. ihren Landrat zu wählen. Von dieser Möglichkeit sollten alle Gebrauch machen, da diese Form der  Wahl nur durch ein erfolgreiches  Bürgerbegehren zu Stande kam, an dem sich auch unsere Mitglieder und Sympathisanten  beteiligten, sowie unsere Abgeordnete von Beginn an gegen eine Wahl des Landrates durch den Kreistag und für eine Wahl durch die Bevölkerung der Uckermark votierte.

Leider müssen wir mit Bedauern feststellen, dass wir als noch sehr junger Ortsbereich  der NPD, noch nicht in der Lage sind, aus unseren eigenen Reihen eine geeignete Kandidatin bzw. Kandidaten aufzustellen. Dieser Umstand wird sich zu den nächst folgenden Landratswahlen mit Sicherheit ändern.

Wer steht nun eigentlich für den mündigen Bürger auf dem Wahlzettel zur Wahl?

Zum einen finden wir die Kandidatin der CDU Frau Karina Dörk, den Kandidaten der SPD Herrn Frank Bretsch, den parteilosen Roland Resch und den noch amtierenden Landrat Klemens Schmitz. Die Partei DIE LINKE ist, nach Angaben ihrer Kreiszeitung, nicht in der Lage aus ihren ca. 500 Mitgliedern einen geeigneten Kandidaten zu erspähen. Die Linke will entweder Resch oder Bretsch unterstützen, da sind sie sich noch nicht einig, aber Doerk und Schmitz unterstützen sie nicht, darin sind sie sich nun wieder einig. Naja, für ein Wahlkreisbüro der linken Bundestagsabgeordneten Sabine Stüber hat es schließlich schon gereicht, da muss man sich um höhere Angelegenheiten kümmern. Kommunale Dinge sind da nur eine Last und noch viel schlimmer, direkt abrechenbar weil man zu den Thematiken und Probleme Farbe bekennen muss und noch dazu laufen die Bürger die es betrifft ständig vor der Eingangstür herum und kommen dann vielleicht noch rein und meckern nur rum. In Berlin ist man wenigstens weit weg vom Tatort.

Leider ist unter den vier Bewerbern kein Insolvenzverwalter zu finden. Ein Insolvenzverwalter würde die beste Qualifikation zum Landrat erfüllen. Die Uckermark ist nämlich Pleite, ebenso wie die BRD. Sie ist ja auch ein Teil der BRD. Der Haushaltsentwurf für 2010 weist jetzt schon ein Defizit zum Jahresende  von mehreren Millionen Euro aus. Wie groß das Defizit tatsächlich zum Jahresende ausfallen wird, kann niemand sagen. Bis 2013 soll dann aber alles wieder Schuldenfrei sein, ist jedenfalls geplant. Wer es glaubt. Die geplanten Investitionssummen für 2010 sind lächerlich. Schulen werden geschlossen etc. Konkrete Zahlen und Summen wollen wir hier nicht nennen, da die Kreistagsabgeordneten noch über den Haushaltsentwurf beraten werden. Diese werden wir bekannt geben, wenn sie beschlossen sind.

Mit dieser Steilvorlage zur Verwaltung des Armenhauses Uckermark im Rücken, wollen sich die Bewerber um das Amt des Landrates gemeinsam am 19. Februar zur Märchenstunde, oh Entschuldigung, zur Podiumsdiskussion in der Aula der Prenzlauer Diesterweg – Grundschule in der Grabowstraße treffen. Man darf auf die vollmundigen Versprechungen gespannt sein und auf das, was so jeder dieser einzelnen Zauberkünstler aus seinem Hut(h) holt. Überraschungen wird es mit Sicherheit keine geben, denn insolvent ist insolvent aber es gibt ein leckeres Pöstchen zu ergattern.




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