Schwedt/Oder heute – aus Bürgersicht
Eine Region im Wandel? Schauen wir doch mal etwas genauer hin :
Statt blühender Landschaften – wie Sie uns versprochen wurden – wird die einstige Kreisstadt Schwedt bald nicht mal mehr über eine eigene Polizeiwache verfügen, die 24 Stunden zum Schutz der Bevölkerung da ist. Und das in einer Zeit, da Autodiebstahl, Lauben- und Garageneinbrüche als auch die Kriminalität in der Grenzregion immer stärker zunehmen. Schwedt hatte einst fast 55 000 Einwohner, keine Arbeitslosen, 16 Schulen und noch mehr Kindergärten wo die arbeitenden Eltern ihre Kleinen ohne Sorge und für geringe Kosten in Obhut geben konnten, hier waren sie wohlbehütet und bekamen erste Sporen fürs Leben.
Jugendliche konnten ihre Jugendclubs besuchen – nicht nur am Wochenende. Dort trafen sie sich mit Freunden und konnten ihre Freizeit sinnvoll verbringen. Aber nicht nur für die Freizeit und zur Jugendförderung war Geld da. Die meisten fanden auch eine Lehrstelle in Ihrer Heimatstadt, denn es war ja Arbeit da. Es wurden auch nicht händeringend Fachkräfte aus dem Ausland gesucht, weder um Arbeitsplätze zu schaffen noch um Arbeitsplätze zu zerstören, wie man schlußfolgern könnte. Und während heute die lokalen Politiker täglich unsere freundlichen Nachbarn loben, ihren Zuzug fördern und dabei völlig vergessen, daß seit dem Wegfall der Grenze zu Polen die Kriminalität in nicht länger hinnehmbare Dimensionen angestiegen ist, daß nicht mal die Presse sich traut, die wahren Zahlen zu veröffentlichen, hat Schwedt in knapp 20 Jahren etwa 20 000 Einwohner verloren! Ganze Straßenzüge wurden abgerissen. Diese mußten wohl den versprochenen „blühenden Landschaften“ weichen. Die Arbeitslosenquote liegt seit einem guten Jahrzehnt bei ca. 20% und während täglich vom Wirtschaftsboom die Rede ist, wurde in Schwedt ein neuer Hafen für Millionen Euro in den Sand gesetzt, der fast keinen Umschlag macht.
Seit 1990 arbeiten im größten regionalen Werk (PCK) nicht mehr 10 000 Menschen, sondern knapp 1000. Im Jahr 2011 sind aber etwa 300 neue Bürger aus Polen in unsere Stadt gezogen. Sollen die etwa neue Arbeitsplätze schaffen?
Fast alle Jugendclubs sind aus dem Stadtbild verschwunden und unser beliebtes Waldbad wurde geschlossen. Wie viele Gaststätten und Tanzlokale sind in der Stadt verschwunden, wo früher getanzt wurde, sich Jeder mit Jedem traf um mal zu reden, oder wo der Bauarbeiter gerne nach Feierabend sein Bier trank.
Allein aus diesen Feststellungen ergeben sich doch berechtigte Forderungen:
Steuergelder müssen wieder für Schwedt eingesetzt werden, für uns Schwedter, für Arbeit, Bildung, Infrastruktur, für unsere Sicherheit und Kultur; für Betriebe und Unternehmer, für die Bauern, für Schulen und Kinder; zum Schutz des Volkes! Für all das, was wir zum Leben brauchen. Warum müssen wir eine EU fördern und finanzieren die wir nicht kennen. Wir haben den Anspruch und das Recht auf eine lebenswerte Zukunft hier in unserer Heimat!
Warum sollen wir gehen wenn Fremde kommen?
Es ist unser Zuhause, unsere Heimat – in Schwedt, in der Uckermark.
… schrieb uns ein anonymer Schwedter Bürger